Unsere Colenet Coins

Merit Money – Ein neuartiges Bonussystem für unsere Mitarbeiter.

Akkordlohn, Fixgehalt, leistungs- oder bilanzabhängige Boni: Es gibt viele Möglichkeiten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen finanziell zu entlohnen. Viele, wenn nicht sogar alle bisherigen Bonus-Modelle sind jedoch ungerecht und wenig effektiv. Dies belegen Soziologen theoretisch wie auch praktisch. Interessante und anwendungsnahe Beispiele liefert diesbezüglich vor Allem Dan Pink ́s Vortrag „The Puzzle Of Motivation“. Da finanzieller Bonus nicht automatisch zu einer höheren Motivation führt, ist es eine der großen Herausforderungen im Management Wissensarbeiter_Innen für gelungene Leistungen wirksam zu belohnen. Aus diesem Grund beschäftigt sich Colenet mit interessanten Alternativen, die auf realen Verdiensten (Meriten) anstatt auf schwer oder aufwändig zu messenden Jahreszielen basieren.

Wie belohne ich also meine Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen über einen Bonus effektiv und so fair wie möglich? Die Antwort liefert Merit Money, ein Vergütungssystem, das dem Prinzip der hierarchielosen Bewertung folgt.  Die Grundlage für dieses System ist das “Peer Feedback”: Mitarbeiter bewerten jeweils andere Mitarbeiter und zwar danach, was er oder sie als bemerkenswerte Leistung empfindet. Ob Unterstützung in einem dringenden Projekt, Hilfe bei technischen Problemen oder das gemeinsame Brainstorming zu einer schwierigen Aufgabe – jeder positive Beitrag hat das Potenzial hervorgehoben und damit belohnt zu werden. Dadurch, dass die Kollegen und Kolleginnen sich untereinander bewerten, werden die „Intelligenz der Masse“ und die „Weisheit der Vielen“ genutzt. Merit Money orientiert sich somit an dem Gedanken, dass die kognitive, koordinierende und kooperierende Kraft eines Unternehmens nicht im Einzelnen, sondern in der Gruppe liegt.

Bildschirmfoto 2015-04-27 um 16.51.10
Die virtuelle Währung Colenet Coins für unser Bonussystem

Um Merit Money in den unternehmerischen Alltag zu integrieren, hat Colenet eigenes Geld, die „Colenet-Coins“, entwickelt. Mit dieser virtuellen Währung und einem Merit Money-Konto kann jeder Kollege die Leistung anderer Kollegen positiv vergüten. Der Grund für die Belohnung wird dabei stets in einem Transaktionslogbuch dokumentiert.  Jeder Mitarbeiter entscheidet selbst, welche Summe welcher Leistung entspricht und wie viele Colenet-Coins zu dem jeweiligen Kollegen fließen sollen. Jedem Mitarbeiter stehen hierfür zu Beginn 1000 Colenet-Coins zur Verfügung. Da jede Transaktion absolut transparent dargelegt wird, kann das gesamte Team einsehen, welche Tat mit welchem Betrag belohnt wurde. Am Ende einer Periode werden dann unsere Colenet-Coins in “echtes” Geld umgewandelt. Der Umrechnungsfaktor wird dabei durch den Geschäftserfolg bestimmt. Merit Money wird somit zu einem sich selbst regulierenden Vergütungsmodell, das fair und wirksam ist und in keinem Fall die Kapazitäten eines Unternehmens übersteigt.

Wenn wir erste Erfahrungen mit Merit Money gesammelt haben, dann werden wir einen Folgeartikel zum diesem Thema posten.
Weitere Details und einen einführenden Artikel zu Merit Money findet man bei Jurgen Appelo im Bereich Management 3.0

5 Gedanken zu „Merit Money – Ein neuartiges Bonussystem für unsere Mitarbeiter.

  1. Wie sind eure Erfahrungen mit diesem System nach einem Jahr? Wollt Ihr ein Update geben, ob es sich aus bisheriger Sicht bewährt hat, ob es Nebeneffekte gibt, was die Mitarbeiter sagen? Ich wäre sehr interessiert.

    1. Wir stehen kurz vor dem Abschluss der zweiten Merit Money Runde und werden unsere Erfahrungen in einem weiteren Post veröffentlichen. Auch wird es eine Session bei der nächsten Agile Cologne am 24/25. 10 dazu geben.

  2. Hallo aus Österreich – würde mich auch sehr über ein Update zu den Erfahrungen freuen! Und wenn die Erfahrungen gut sind…. gibt es die Möglichkeit die Colenet Coins Software zu erwerben? :)

    LG Eva

  3. Wir sind nach wie vor von dem Ansatz angetan und können ihn absolut empfehlen!
    Wir sind aber auch ein hochgradig agiles Unternehmen mit einer Kultur, die durchaus Experimente dieser Art zulässt. Wenn man als Unternehmen offen für das Sammeln von Erfahrungen ist, und Experimente auch mal schief gehen können, dann sollte man dieses Bonussystem einfach mal testen.
    LG
    M. Brandt

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *